Colosseum Reunion
Keine Jazz-Rock-Band hat soviel Live-Geschichte geschrieben wie Colosseum. Unvergessen ist das Album Colosseum Live , das den Abschluss einer Band-Ära im Jahr 1971 bildete.
Nach der Bandauflösung 1971 werkelten die Musiker von Colosseum in verschiedenen Bands mit unterschiedlichem Erfolg herum. 23 Jahre später trommelte der Colosseum-Schlagzeuger Jon Hiseman (im wahrsten Sinne des Wortes) die alten Mitspieler wieder zusammen. Gleich wurde eine Tournee geplant, die ein voller Erfolg wurde. Das legendäre Reunion-Konzert von 1994 gibt es auch auf CD zu hören. Im gleichen Jahr erschien auch die erste CD mit dem ersten Reunion-Konzert.
1998 erschien die CD Breads and Circuses. In den folgenden Jahren tourten Colosseum in der alten Besetzung umher, 2005 schließlich spielten sie erneut ein Live-Album ein: Theme for a Reunion .
Auf diesem Album begegnen uns wieder die alten Bekannten aus der Colosseum-Ära: Diesmal allerdings zumeist im neuen Gewand. Interessant ist nun, dass der Keyboarder Dave Greenslade nun auch andere Tasteninstrumente als nur die gute, alte Hammond benutzt. Man sagt ja Organisten nach, dass sie sich auf den Tasten ausschlafen - das trifft für Greenslade überhaupt nicht zu. Sein Pianospiel ist extraordinär.
Das neue Gewand schmückt auch viele andere Stücke. War auf der Colosseum Live das Stück Rope the Ladder to the Moon noch sehr aggressiv gespielt, so kommt es nun sehr zurückgelehnt - fast zerdehnt - daher. Clem Clempson spielt eine sehr sophisticated klingende Jazzgitarre, während Jon Hiseman sich wieder total verausgabt. Eine interessante Mischung!
Sehr schön auch das Stück Theme from an Imaginary Western von Jack Bruce. Chris Farlow singt sich hier die Seele aus dem Leib.
Fazit: Unbedingt das Album besorgen - das muss ein echter Colosseum-Fan unbedingt in seiner Sammlung haben.
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