| Geschrieben von Bernhard Husch | |
| Freitag, 11. April 2008 | |
Ziemlich nett - Louisa, Annett
(Foto: Daniel Ullrich, 2005) Stilistisch schwer einzuordnen ist sie, die Annett. Ist sie eine ChansoNETTe? In der Tat ist die Musik von Annett Louisan stilistisch schwer einzuordnen. Gehört haben wir das Album Das optimale Leben. Es ist kein Pop, kein Jazz, kein irgendwas. Der Titel Die Wahrheit swingt "wie Otto", Rosenkrieg kommt uns sehr lateinamerikanisch - eher wie Barmusik. Was also ist es? Verglichen mit den internationalen Interpreten kann man sie unter der Kategorie Songwriter einordnen. Chansonette im französischen Sinn ist sie nicht, weil ihr die Intimität des französischen Chansons fehlt - das mag vielleicht auch an der Sprache liegen. Ihren Liedern wird nämlich eine gewisse Intimität zugesprochen, weil sie Situationen aus dem täglichen Leben wiederspiegeln. Die Nähe zu den klassischen französischen Chansons ist dennoch gegeben, weil sehr unterschiedliche Musikstile benutzt werden: von Blues bis Bossa ist alles vertreten. Vielleicht kreiert Annett damit einen neuen deutschen Chansonstil, der sich alledings deutlich von den bisher bekannten - wie z. B. von Reinhard Mey - absetzt. Texte mit Tiefgang - das hört man heutzutage selten im deutschsprachigen Musiksektor. Für Annetts Lieder ist der Tiefgang auf jeden Fall gegeben. Hier kann man den Songwritern Hardy Kayser und Matthias haß ein großes Lob aussprechen. Merkwürdig ist nur, dass ihr im Jahr 2005 ausgerechnet im Genre Pop die Goldene Stimmgabel als Preis verliehen wurde. Denn Pop sind ihre Lieder wirklich nicht. Hier lkann man ein Video von Annett sehen. Hörproben vom Album Das optimale Leben bei Amazon hier... |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 18. Juli 2008 ) |
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