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Geschrieben von Administrator   
Freitag, 21. November 2008

Neuköllner Oper: Piraten

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Wieder ist der Neuköllner Oper ein Kleinod gelungen: Piraten - die BeBerlinette.


Gilbert und Sullivan waren im 19. Jahrhundert DIE Operettenstars in England. Der Komponist Sullivan hat zusammen mt dem Librettisten Gilbert 14 Operetten veröffentlicht, die allesamt Furore machten.

Basierend auf dem Material  der Piraten von Pesance  bringt die Neuköllner Oper ein neues Berlin-Stück auf die Bühne. Im Pressetext lesen wir:

" Eine Stadt liftet ihr Antlitz. Rosafarbene Einkaufscenter, nierenförmige Hochbauten, Medien- und Bürotürme malerisch an den Ufern an der Spree gelegen... Berlin soll endlich fit werden für die Reichen der Welt. Alles könnte so schön und edel werden, wären da nicht die Reste jener Urbevölkerung, die so schnell nicht zu entsorgen sind. Die noch immer in hässlichen Abbruchhäusern und schmuddeligen Wagenburgen hausen und verdienstvollen Bauunternehmern wie Igor Zitsche das Leben schwer machen. Wie Piraten, die seinerzeit bestes Bauland geentert haben und jetzt dort fest sitzen und es nicht wieder her geben. So stehen die Zeichen in der weltoffenen und jungdynamischen Stadt ganz auf Klassenkampf: BeBerlin! Wäre da nicht Frederik,
wohlbehütetes Ziehkind der letzen aufrechten linken Kommune, der an seinem 18. Geburtstag beschließt, endlich bürgerlich zu werden. Als mit Mabel und ihren Schwestern die Töchter des stadtbekannten Baugiganten auftauchen, gerät nicht nur die schöne autonome Wagenburg ins Wanken. In einem unerwarteten und unvermeidlichen Showdown kommen sich die Protagonisten der Berliner Gesellschaft auf ungeahnte Weise nahe...

Mit den Piraten bringt die Neuköllner Oper einen sensationellen musikgeschichtlichen Fund ans Licht der Öffentlichkeit: die bisher verschollen geglaubte Berliner Fassung der Piraten von Penzance von Bisowski & Sullivan. Und damit den zweiten Teil der Trilogie aus gebotenem Anlass: BeBerlin - eine Stadt sucht ihre Leute
."

Mit dem Libretto von Andreas Bisowski und den Arrangements von Andreas Unsicker erschließt sich das Werk eine neue Dimension der Neukollner Schmonzette - durchaus liebevoll inszeniert.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 29. Dezember 2008 )
 
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